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TABEA verliert, aber gewinnt die Herzen

IMG_4243In der Nacht vom 19. auf den 20. März 2016 stiegen im Johannesburger „Emperos Palaces“ (Südafrika) die Temperaturen auf Wüstennievau.
Unser 25jähriger Roman Belajev kämpfte im Profiboxen um den Titel eines Afrikameisters gegen den Lokalmatadoren Paul Kamanga (Kongo). Nachsensationellen 12 Runden geben die Punktrichter zweimal 116:111 für den Techniker Kamanga und einmal 119:108 für den Kämpfer Belajev. „In Deutschland hätte der TABEA-Fighter gewonnen, aber hier gehörten ihm nur die Herzen“, so Manager Rene Müller am Originalschauplatz.

Letzterer ist seines Zeichens auch Abteilungsleiter der neuen TABEA-Sparte „Ha-NEUer BSG Boxen“ im Verein, die künftig olympische Spitzenboxer – auch wieder beim Chemiepokal! – als neu berufener DBV-Leistungsstützpunkt entwickeln wird. Während nun früher so manche übereifrigen Amateurfunktionäre sofort einen Bann über den Verein gelegt hätten (ob seines Engagements im Profiboxen), könnten sie dieses zwar immer noch, lassen aber die Realität über die noch realen Lizenzregeln gewinnen. Denn auf der letzten Sitzung in Manchester (Februar 2016) stimmten 80Prozent der befragten 197 Mitglieder im olympischen Box-Weltverband AIBA dem Vorschlag des
Präsidenten Wu, die besten Boxer, egal ob Profi oder Amateur, schon fürs Olympische Rio 2016 zuzulassen, mit einem „revolutionärem Ja“.
Und am 1. Juni 2016 wird der Deutsche Boxverband (DBV) seine Satzung diesbezüglich anpassen. Nun denn, TABEA wird im Boxen deutschlandweit neue Wege gehen, ob sie erfolgreich werden, entscheiden die Anstrengungen schon heute. Die ersten Landesmeister im Nachwuchs sind bereits mit den Suttner-Geschwistern gekrönt … und Roman Belajev könnte sich theoretisch noch für Rio qualifizieren.

Vor der zweiten und entscheidenden Olympia-Quali steht auch die deutsche RSG-Gruppe am 22. April in Rio. Ohne unsere ehemalige TABEA-Gymnastin Katja Lushik. Mit dem gerichtlich anerkannten Schuldspruch auch gegen die zweite Trainerin am Nationalmannschaftszentrum in Schmiden wurden die Täter zwar abgeurteilt, aber die Opfer (Sportlerin und Verein) gehen nicht nur leer aus, sondern werden in der Folgezeit um die Förderungen für Trainerinnen und Betreuer „betrogen“. Trotzdem kämpfen die Gymnastinnen und ihre Trainerinnen mit dem Landesturnverband weiter, werden sie am Samstag, den 30. April 2016 ihre Offenen RSG- Landesmeisterschaften gemeinsam mit dem 17. Internationalen TABEA-Cup im „Turm“ austragen und in das olympische Jahr starten. Eigentlich sollten Mitte Juni die Deutschen Gruppenmeisterschaften in Halle/S. stattfinden, aber auch hier fand der Deutsche Turner-Bund (DTB) ein „Schlupfloch“ gegen das ungeliebte Halle, dessen Talentestützpunkt aus der
kommenden olympischen Planung erst einmal ausgeschlossen wurde. Dabei sucht gerade der DTB jährlich händeringend Veranstalter, braucht die Olympische Sportart RSG mehr Konkurrenz, um wieder „öffentlich-populär“ zu werden.

Nun denn, während die Täter mit weiteren zusätzlichen Förderungen belohnt wurden, werden die Opfer (Aktive/Eltern und Verein) um Fördergelder für Trainerinnen ab dem neuen Zyklus 2017-2020 betrogen. Niemand denkt heute darüber nach, wer die RSG-Talente aus ganz Deutschland dann hier als „Schutzbefohlene“ betreuen soll … Was für eine streitbare Sportkultur, die doch eigentlich integrieren möchte …
Was für eine Arroganz, die sich u.a. bezahlte Sportfunktionäre erlauben. Und die Deutsche RSG fährt weiter im Schlafwagen. „TABEA“ prüft nun rechtliche Schritte, um einer integrativen Sportkultur wieder zu ihrem Recht in Deutschland zu verhelfen.

Im Übrigen kennt „TABEA“ den Weg aus dem Schattendasein in den Applaus: „Man muss die Herzen erreichen!“ Zur integrativen Auftaktveranstaltung „Frülingserwachen“ am 18. März 2016 im Bürgerpark kamen über 50 Zuwanderer und erhielten Infos zur neuen Heimatstadt Halle an der Saale. Am gleichen Tag tanzte TABEA im Leunaer Kulturhaus zum 9. Sportlerball des Saalekreises … Herz, was willst Du mehr